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Microsoft Co

Das Unternehmen Microsoft


Gründungsjahr: 1975
Gründer: Bill Gates und Paul G. Allen

Kein Unternehmen polarisiert so wie Microsoft Inc. und kein weiteres Unternehmen blickt auf solch eine atemberaubende Entwicklung zurück. Ebenfalls... mehr erfahren »

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Produkte von Microsoft Co

Microsoft Co

Das Unternehmen Microsoft


Gründungsjahr: 1975
Gründer: Bill Gates und Paul G. Allen

Kein Unternehmen polarisiert so wie Microsoft Inc. und kein weiteres Unternehmen blickt auf solch eine atemberaubende Entwicklung zurück. Ebenfalls brachte kein anderes Unternehmen mehr Einkommensmillionäre hervor. Schon das schreit nach viel Neid. Das bekam auch Microsoft zu spüren. Aber der Reihe nach.

Ein Betriebssystem und mehrere Varianten


Anfang der 80er Jahre entwickelte IBM seinen Personal Computer. Es gab jedoch kein passendes Betriebssystem. Im Rahmen einer Ausschreibung beteiligte sich Microsoft mit einem möglichen Betriebssystem und erhielt den Zuschlag.

Das Betriebssystem IBM-DOS war geboren. Durch eine fehlerhafte Vertragsgestaltung erhielt IBM nicht die ausschließlichen Verwertungsrechte. Es kam, was kommen musste. Gates und Allen stellten ihr eigenes Betriebssystem MS-DOS vor. Was IBM nicht bedacht hatte, die Industrie wartete geradezu auf eine Maschine wie den Personal Computer. Es waren vor allem die Kleinunternehmen, Privathaushalte und Studenten die einer zu diesem Zeitpunkt teuren Anschaffung nicht abgeneigt waren. Mit diesen Absatzmärkten verfügte IBM jedoch über keine Erfahrung, denn zuhause war das Unternehmen im Großrechnerbereich.

Liste der DOS Betriebssysteme

  • IBM-DOS
  • QDOS
  • CP/M DOS
  • MSDOS

 

Der Aufstieg von Microsoft Windows


Neben der Bereitstellung eines Betriebssystems schob Microsoft Anwendungsprogramme, wie zum Beispiel das Tabellenkalkulationsprogramm Multiplan, hinterher. Zu diesem Zeitpunkt war von Microsoft Windows nicht zu hören und zu lesen. Dafür stieg der Absatz der IBM-PC drastisch an und mit jedem verkauften Computer bekam Microsoft Lizenzgebühren und einen neuen Kunden gratis dazu. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte wohl auch IBM seinen nicht mehr zu korrigierenden Vertragsfehler.

IBM und Microsoft beschlossen die gemeinsame Zusammenarbeit an einem großen Softwareprojekt. Die Idee war die Entwicklung eines Betriebssystems mit dem Namen OS/2. Es kam auch zur Serienreife. Doch wie das so ist bei ungleichen Partnern, die Differenzen wurden größer und schließlich beendeten beide Unternehmen die Zusammenarbeit.

Aus dieser Zusammenarbeit entstand das von Microsoft im weiteren Verlauf vorgestellte Betriebssystem Windows NT Workstation und Windows NT Server. IBM wiederum glaubte an sein OS/2 und entwickelte dieses weiter. So gut OS/2 auch war, es gab ein entscheidendes Manko. Es fehlte die Anwendersoftware. Anders dagegen bei Windows NT. Da konnte Microsoft mit eigenen Anwendungen punkten und die einzelnen Softwareanbieter konnten ihre Erfahrungen aus den voran gegangenen Windowsversionen nutzen.

 

Börsennotierung der Microsoft Inc.


Im Jahr 1985 ging das Unternehmen an die Börse. Dieser Schritt war wichtig, da expandierende Unternehmen ein permanentes Problem mit der Liquidität haben. Gelistet wurde die Microsoft Aktie zunächst als Penny Stock mit einem Kaufpreis von ca. 0,50 US-Cent.

Auszug der Produktlinie der Microsoft Inc.

Der Erfolg eines Unternehmens basiert immer auf die Akzeptanz seiner Produkte und Dienstleistungen seitens des Nachfragemarktes. Durch geschicktes Marketing gelang es Microsoft immer wieder, seine Kunden für ein neues Produkt zu begeistern. Besonders stark ist das Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Datenintegration der Anwendungen untereinander.

Als Beispiel sei die Zusammenarbeit des Exchange Servers mit Outlook genannt. In dieser Kombination ist Outlook nicht nur ein E-Mail Client, sondern es können Adressbücher, Raumbelegungen, Urlaubsplanungen und E-Mails in öffentlichen Ordnern zentral zur Verfügung gestellt werden.

Nachfolgend einige wichtige Softwareprodukte, die als Erfolgssäulen der Microsoft Inc. angesehen werden dürfen.

Microsoft Windows

Jahr der Erstververöffentlichung: 1985

Mit Windows 1.0 legte Microsoft den Grundstein für alle nachfolgenden Betriebssysteme. In den ersten Versionen ist mit der Bezeichnung „Windows“ die Verwaltungsoberfläche in Form von Fenstern gemeint. Das eigentliche Betriebssystem für den Computerstart war weiterhin eine DOS-Version. Dies änderte sich mit Windows NT und im weiteren Verlauf bei Windows 95.

Windows Server

Jahr der Erstveröffentlichung: 1993

Aus der Zusammenarbeit mit IBM am gemeinsamen Projekt OS/2 entwickelte Microsoft den Microsoft Windows NT Server. Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Einrichtung eines Servers als sehr komplex und zeitaufwendig. Dies änderte sich mit Windows NT Server und die IT-Abteilungen der Unternehmen nahmen dies dankbar an.

Etabliert hat sich der Windows Server nicht nur in Unternehmen, auch in Rechenzentren wird er für Web Services eingesetzt.

 

SQL Server

Jahr der Erstververöffentlichung: 1989 für OS/2; 1993 für Windows NT

In den Anfängen gab es kaum ein Softwareanbieter der den SQL Server für seine Daten benötigte. Die Anbieter von Unternehmenssoftware verwendeten eigene Dateien und Datenbankformate und der SQL Server wurde nur von wenigen Anwendungen und Systemdiensten benutzt.

Das änderte sich mit dem Wegfall der BNC-Netze. Diese stellten nur eine theoretische Netzanbindung von 10 MB zur Verfügung, die neuen CAT5-Netze aber bis zu 100 MB. Heute ist der SQL Server fester Bestandteil aller Microsoft Windows Betriebssysteme

 

Microsoft Exchange Server

Jahr der Erstververöffentlichung: 1996

Microsoft hat seine Server Software so konzipiert, dass sie wie ein Baukasten zusammengesetzt werden kann. Wie etwa mit dem Microsoft Exchange Server, der als Groupware und für den internen und externen Nachrichtenverkehr eingesetzt werden kann.

Der Microsoft Exchange Server ist keine Einzelanwendung, sondern wird auf einem vorhandenen Windows Server installiert.

Microsoft Office

Jahr der Erstveröffentlichung: 1989 / 1990

Es gibt keinen Anwender der Microsoft Office nicht kennt. Hier hat Microsoft Teile seiner Büroanwendungen zu einem einzigen Angebot gebündelt. Die Office Version enthält immer folgende Bestandteile:


Mit diesen drei Anwendungen kann jedes Unternehmen und jeder Anwender komplexe Aufgaben wie:

  • Präsentationen
  • Privat- und Geschäftsverkehr
  • Erstellung komplexer mathematischer Berechnungen


durchführen. Dabei dient das Worddokument oftmals als zentraler Ankerpunkt. Denn die in den anderen Programmen erstellten Informationen können in Word zu einem Gesamtdokument erfasst werden. Microsoft Office ist weltweit das am meist verkaufteste Anwendungspaket.

Visual Studio

Jahr der Erstververöffentlichung: 2010

Hierbei handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung für die Erstellung von Softwareprogrammen. Microsoft wendet sich hier vor allem an Unternehmen und Administratoren, Tools für den Geschäftsbetrieb selbst zu erstellen. Für die Anwendung sind keine tief greifenden Kenntnisse der Programmierung notwendig. Visual Studio wird durch ein große Entwickler- und Anwendercommunity unterstützt.

Microsoft Project

Jahr der Erstververöffentlichung: 1984

Microsoft wendet sich mit Microsoft Project an Anwender, die hochkomplexe Abläufe in einem Projekt verwalten müssen. Dies sind vor allem:

  • Architekten
  • Baubetriebe
  • Fertigungsunternehmen


Microsoft Project übernimmt dabei die Steuerung und Überwachung der einzelnen Projektabschnitte und zeigt Engpässe frühzeitig auf.

Microsoft Visio

Jahr der Erstververöffentlichung: nicht bekannt

Im Jahr 2000 übernahm Microsoft das Unternehmen Visio mit seiner gleichnamigen Software.

Mit Microsoft Visio erstellt der Anwender:

  • Flussdiagramme
  • Schaubilder und Baupläne
  • Organigramme


Auch wenn das Programm intuitiv angewendet werden kann, ist eine Schulung empfehlenswert.

Paul G. Allen verstarb im Oktober 2018

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